Die Forschungs- und Innovationspartnerschaft i_city unter der Federführung der Hochschule für Technik Stuttgart entwickelt innovative Strategien und Konzepte für die nachhaltige Stadt – gefördert vom Bundesforschungsministerium.

Das Bild zeigt ein dreidimensionales Modell eines Wohn- und Gewerbequartiers in Stuttgart.
Dreidimensionales Modell eines Wohn- und Gewerbequartiers in Stuttgart (Bild: HFT Stuttgart).

Ob Berlin, Frankfurt oder Stuttgart – immer mehr Menschen ziehen in urbane Ballungsräume. Im Jahr 2012 lebten bereits 75 Prozent der Deutschen in Städten. Durch den weiteren Zuzug von Menschen steigt in den Metropolen die Nachfrage nach Wohnraum, Mobilität, Infrastruktur und Ressourcen. Schon heute werden 75 Prozent unserer Energie in Städten verbraucht und 70 Prozent der von Menschen erzeugten Treibhausgase ausgestoßen. Angesichts dieser Entwicklung stehen Städte vor großen ökologischen und sozialen Herausforderungen.

Wie soll die zukunftsfähige Stadt aussehen? Wie kann sie intelligenter, nachhaltiger und damit lebenswerter gestaltet werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat sich die Hochschule für Technik Stuttgart mit Unternehmen und Kommunen aus der Metropolregion
Stuttgart zur Partnerschaft i_city zusammengeschlossen. Unter der Leitung der Physikerin Ursula Eicker verfolgt die Partnerschaft im Projekt „Intelligente Stadt“ das Ziel, mit Hilfe von Informations-
und Kommunikationstechnologien Stadtquartiere in Stuttgart intelligenter und energetischer effizienter zu gestalten.

Ausgangspunkt ist dabei immer, für konkrete Wohn- oder Gewerbegebiete die derzeitige Nutzung wie auch künftige Entwicklungspotenziale zu ermitteln. Hier sind Städteplaner und Architekten, aber auch die Wirtschaftspsychologen gefragt, um alle Nutzer von Beginn an einzubeziehen und eine hohe Akzeptanz zu erreichen. Bestehende und neue Quartiere werden anschließend in dreidimensionalen Stadtmodellen abgebildet und vielfältige Simulationsanwendungen angebunden. Dazu gehören Wärme- und Kältebedarfsberechnungen aller Gebäude, die Wärmenetzplanung und Integration erneuerbarer Energien, aber auch die Berechnung des urbanen Mikroklimas einschließlich der Emissionen und Feinstaubbelastungen.

Weitere Teilvorhaben der Partnerschaft i_city befassen sich mit der Erhöhung der Effizienz der Gebäude, beispielsweise durch intelligente und steuerbare Fenster für die kontrollierte Lüftung wie auch Leichtbaukonstruktionen mit integrierten Photovoltaikanlagen. Innovative Transportkonzepte wie die Bereitstellung von Car- und eBike-Sharingangeboten im Innenstadtbereich runden das urbane Energiesystemkonzept ab.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Forschungsprojekt im Rahmen der
Fördermaßnahme „FH-Impuls“ des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ mit rund 4 Millionen
Euro.