FH-Impulspartnerschaft SAFIR

SAFIR: Safety for all – Innovative Research Partnership on Global Vehicle and Road Safety Systems

 

Logo der FH-Impulspartnerschaft SAFIR
Partnerschaftslogo (Bild: Technische Hochschule Ingolstadt)

Unter dem Namen SAFIR baut die Technische Hochschule Ingolstadt in Kooperation mit hochspezialisierten kleinen und mittleren Unternehmen sowie mit Automobilherstellern und – großen Zulieferern eine strategische Partnerschaft auf, die an innovativen Technologien in der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit forscht.

Die Basis der Partnerschaft bildet das an der Hochschule angesiedelte Forschungs- und Testzentrum „Center of Automotive Research on Integrated Safety Systems and Measurement Area“ (CARISSMA). Mit SAFIR wird die integrale Fahrzeugsicherheit zum globalen Modell der „Fahrzeugsicherheit 4.0“ weiterentwickelt und CARISSMA zum bundesweiten Zentrum für Verkehrssicherheit ausgebaut.

Die Forschungsaktivitäten orientieren sich an den vier Forschungsclustern:

  • Simulationsbasierte Testsysteme für die Pre-Crash-Phase
  • Testmethoden für die Globale Sicherheit
  • Globales Sicherheitssystem
  • Sichere Elektromobilität

So ist beispielsweise die Entwicklung eines Sicherheits-Laborfahrzeugs geplant, das über eine Fußgängerschutzfunktion verfügt. Unterstützt durch die SAFIR-Partnerschaft sollen Stadt und Region Ingolstadt zum realen Testfeld für vernetzte Mobilität und autonomen Fahren werden. Darüber hinaus wird die Partnerschaft Innovationen stärken, sowohl bei regionalen Unternehmen als auch durch Neugründungen, und somit wichtige Impulse für die Region geben.

Hannover Messe 2018: SAFIR – Alle ziehen an einem Strang für die „Vision Zero“

 

Eine Gruppe von Personen unterhält  sich auf einem Messestand.
Die THI pflegt im Bereich Fahrzeugsicherheit internationale Forschungskooperationen. Das Team im Gespräch mit den Doktoranden Matheus Zimmermann und Fabio Luis Reway (links), die ihre Kooperative Promotion mit der Universidade Federal do Paraná in Brasilien durchführen. (Bild: BMBF/Isabell Massel)

Gute Stimmung herrschte bei den Vertretern der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), denn der Forschungsverbund aus der THI und der Continental AG zählte zu den Top 5 der Nominierten für den diesjährigen HERMES-AWARD den Preis der Deutschen Messe AG für die innovativste Produktvorstellung. Am Ende erhielt ein anderer den Preis, doch bereits unter die besten Fünf zu kommen ist laut Professor Birkner, Experte für Fahrzeugsicherheit an der THI, bereits eine Auszeichnung.

Das nominierte Produkt – ein Schutzsystem für automatisiertes Fahren – ist eine leistungsfähige Kontrolleinheit, welche die hohe Zahl an Messdaten aus den Kamerasystemen sowie den Radar- und LIDAR-Sensoren des Autos verarbeiten und blitzschnell Entscheidungen treffen kann, um einen Unfall zu verhindern. Neu im Vergleich zu herkömmlichen Fahrerassistenzsystemen ist die Aufnahme des Nahbereichs des Fahrzeugs ebenso wie die Vorhersage von möglichen Unfallsituationen. Das Schutzsystem ist zentraler Baustein der vom BMBF geförderten FH-Impuls-Partnerschaft SAFIR. Damit die Reaktionen des Schutzsystems weiter perfektioniert werden können, gilt es, eine Vielzahl von möglichen Unfallsituationen im Straßenverkehr zu simulieren. Über allem steht das Ziel „Vision Zero“, also die Zahl der Verkehrstoten auf Null zu reduzieren. Hierfür wird im Rahmen der FH-Impulspartnerschaft SAFIR am Zentrum für Fahrzeugsicherheit CARISSMA der Technischen Hochschule Ingolstadt in vier Clustern mit unterschiedlichen Schwerpunkten geforscht. Unfallsituationen werden beispielsweise mit Hilfe von beweglichen Fußgänger-Dummys simuliert und ausgewertet.