Fachhochschulen auf der Hannover Messe 2018

 Fachhochschulen präsentieren ihre Forschung auf der Hannover Messe

Das Bild zeigt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Stand des Projekts Human Engineering Computer Interface (HECI) auf der Hannover Messe 2018.
Professor Holger Brüggemann, Leiter des Instituts für Produktionstechnik an der Ostfalia Hochschule (rechts) demonstriert der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (Mitte) die Funktion des „Human Input Device". (Bild: BMBF/Isabell Massel)

„Integrated Industry – Connect & Collaborate“ – das war das Motto der Hannover Messe 2018. In diesem Rahmen präsentierten Fachhochschulen ihre Ergebnisse aus Forschungskooperationen, so unter anderem auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Unter der Leitung von Professor Holger Brüggemann stellte ein Team der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel das „Human Input Device (HID)“ der Öffentlichkeit vor. Das HID in Gestalt einer Puppe ist eine aus der Förderlinie „FHProfUnt“ hervorgegangene „Übersetzerin“ für menschliche Bewegungsabläufe in ein virtuelles Mensch-Modell für eine Simulationssoftware. Die im 3D-Druck hergestellte, an Gelenken mit Winkelsensoren ausgestattete Figur kann Arbeitsabläufe in der Montage simulieren, um beispielsweise Arbeitsplätze ergonomischer zu gestalten. Zentrale Herausforderung in diesem Projekt war es, die komplexen Bewegungsabläufe – der menschliche Körper verfügt über sehr viele Gelenke – so zu vereinfachen, dass alle Anforderungen ausreichend abgebildet werden. Die in Kooperation mit Siemens entstandene Innovation soll kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugute kommen und ihnen aufwändige Programmierarbeiten ersparen. Denn: „Es ist auch heute noch nicht einfach, menschliche Bewegungsabläufe zu programmieren“ erläutert Holger Brüggemann der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Montag bei ihrem Besuch auf der Hannover Messe.

FH-Impulspartnerschaften stellen sich auf der Hannover Messe vor

Professor Hans Schäfers von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) stellte auf der Hannover Messe die FH-Impuls-Partnerschaft X-Energy vor. (Bild: HAW)

Gezielte Vernetzung, strategische Innovationen und Bildung nachhaltiger Unternehmens-Kooperationen in gesellschaftlich relevanten Forschungsthemen, diese Themen stehen im Zentrum des BMBF-Wettbewerbs Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region (FH-Impuls). Im vergangenen Jahr sind zehn durch eine Jury ausgewählte Partnerschaften an den Start gegangen. Auf der diesjährigen Hannover Messe präsentierten sich die vier Partnerschaften X-Energy, Innovationszentrum für Windenergie, Systemintegration und Speicher, SAFIR für Fahrzeug- und Verkehrssicherheit,  smartFoodTechnologyOWL  zur Nutzung von Industrie 4.0 in der Lebensmittelindustrie und SmartPro für Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien. Alle Projekte fokussieren sich auf die Kooperation und Vernetzung mit Unternehmen aus der Region sowie mit anderen Fachhochschulen und weiteren Akteuren.