Begleitforschung FH-Impuls

Begleitforschung FH-Impuls

Seit April 2017 ist ein Team bestehend aus der Technopolis Group, dem Stifterverband und inspire research mit der wissenschaftlichen Begleitung der Fördermaßnahme FH-Impuls und der Vernetzung der FH-Impuls-Partnerschaften betraut. Ziel dieser FH-Impuls-Begleitforschung ist die Bewertung der Fördermaßnahme hinsichtlich der Erreichung der förderpolitischen Ziele, der Angemessenheit der gewählten Instrumente sowie eine frühzeitige Abschätzung der erzielten Ergebnisse und Wirkungen durch die FH-Impuls-Partnerschaften. Zusätzlich dient sie der Vernetzung der FH-Impuls-Partnerschaften und dem Erfahrungsaustausch zu Best-Practice-Beispielen und Lessons Learned.

In einem Monitoring erhebt das Team Daten zu den Forschungs- und Innovationsaktivitäten insbesondere der geförderten Fachhochschulen und wertet diese wissenschaftlich aus. Zu diesem Zweck sind Vor-Ort-Besuche sowie Gespräche bei den zehn Partnerschaften geplant. Darüber hinaus werden Onlinebefragungen verschiedener Zielgruppen an geförderten und weiteren Fachhochschulen durchgeführt.

Eine Servicestelle FH-Impuls unterstützt den Informationsaustausch und die Vernetzung zwischen den FH-Impuls-Partnerschaften. Sie organisiert im Laufe der nächsten vier Jahre eine Reihe von Veranstaltungen und führt sogenannte Transferwerkstätten mit dem Ziel eines Erfahrungsaustausches der FH-Impuls-Partnerschaften zu ausgewählten Themen durch. Darüber hinaus konzipiert die Servicestelle FH-Impuls einen Newsletter sowie weitere thematische Publikationen.

Auftakttagung der Begleitforschung FH-Impuls

Am 4. und 5. Oktober 2017 haben sich die zehn geförderten FH-Impuls-Partnerschaften im Zuge der Auftakttagung der Begleitforschung in Berlin getroffen. Vertreter der forschungsstarken Fachhochschulen sowie der beteiligten Unternehmen präsentierten ihre jeweiligen Forschungs- und Innovationspartnerschaften und zeigten auf, wie sie in den kommenden bis zu acht Jahren gemeinsam maßgebliche Impulse in Forschung, Entwicklung und Innovation in der Region und darüber hinaus auslösen möchten.

Zukunftsfähige Forschungsfelder

Die Forschungs- und Innovationspartnerschaften adressieren zentrale technologische und gesellschaftliche Zukunftsfelder. Sie entwickeln Lösungen, neue Produkte und Geschäftsmodelle in folgenden Themenfeldern:

  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

  • Digitalisierung und Industrie 4.0

  • Elektromobilität

  • Verkehrssicherheit

  • Nachhaltige Stadtentwicklung

  • Neue Technologien und Anwendungen im Bereich Gesundheit und Medizin

Impulse für alle Fachhochschulen

Die FH-Impuls-Partnerschaften bearbeiten jedoch nicht nur zukunftsträchtige Forschungsschwerpunkte. Unter Federführung der Fachhochschulen werden auch neue und innovative Modelle in der Organisation, der Koordinierung und des Managements von Kooperationen der Fachhochschule mit der Region erprobt. Diese dienen der besseren Wahrnehmbarkeit nach außen sowie der Gestaltung der Partnerschaft nach innen. Die fachliche Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und ihren strategischen Unternehmenspartnern (insbesondere auch KMU) erfolgt im Rahmen von selbst (oder durch die Partner) definierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten (FuE), die innerhalb eines übergreifenden und langfristig angelegten Kooperationsrahmens aufeinander abgestimmt sind. Über die Arbeiten der Begleitforschung soll ein Wissenstransfer dieser Erfahrungen in die Fachhochschullandschaft insgesamt erreicht werden.

Potenziale strategischer Forschungs- und Innovationspartnerschaften für Fachhochschulen

Fachhochschulen sind durch ihre anwendungs- und umsetzungsorientierte Forschung insbesondere für regionale Akteure und den innovativen Mittelstand ein wichtiger Partner für gemeinsame Forschungsprojekte. Bei aller Vielfalt der Kooperationsbeziehungen zwischen Fachhochschulen und der regionalen Wirtschaft sind strategische und dauerhafte Forschungs- und Innovationspartnerschaften aktuell jedoch eher noch die Ausnahme.

Gleichwohl wurden in der Auftakttagung die Potenziale solcher Partnerschaften sehr deutlich:

  • Sie tragen bei zur Schärfung des Forschungsprofils und zum Ausbau wichtiger Forschungsfelder für die Fachhochschulen und die regionalen Unternehmen.

  • Sie bieten einen Rahmen für eine Intensivierung des Wissens- und Technologietransfers.

  • Sie befördern eine engere Anbindung der KMU an die Fachhochschulen und können innovationsrelevante Impulse vor Ort auslösen.

  • Sie stärken die Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit der Fachhochschulen im Wissenschaftssystem.

Die zehn FH-Impuls-Partnerschaften können als Beispiele dienen für weitere forschungsstarke Fachhochschulen hinsichtlich der Anbahnung, Umsetzung und Weiterentwicklung strategischer Forschungs- und Innovationspartnerschaften.

Lessons-Learned und Ausblick auf die weiteren Arbeiten der Begleitforschung

Das Team der Begleitforschung wird in den nächsten vier Jahren gemeinsam mit den zehn FH-Impuls-Partnerschaften Handreichungen für die Fachhochschullandschaft entwickeln. In regelmäßigen Workshops (Transferwerkstätten) werden sich die Fachhochschulen darüber hinaus kontinuierlich zu zentralen Fragestellungen austauschen. Mögliche Themen, die im Zuge der Auftakttagung von den Fachhochschulen angeregt wurden, umfassen dabei:

  • Vor- und Nachteile verschiedener Organisationsformen für das Management von Partnerschaften

  • Management/Umsetzung der Vielfalt der Kooperationsformate mit Unternehmen

  • Akquisition/Pflege von Unternehmenspartnern

  • Aufbau und Pflege von Netzwerken und Innovationsökosystemen

  • Stärkung der Innovations- und Forschungskultur der Hochschule durch die Partnerschaft

  • Identifikation von Hürden für Transfer und Entwicklung von Lösungen

  • Leistungsmessung für Transfer und Entrepreneurship

  • Marketing der Partnerschaften nach innen und außen

Die Erkenntnisse und Lessons-Learned werden für weitere interessierte Fachhochschulen im Anschluss an die Veranstaltungen aufbereitet.