Lebensqualität durch soziale Innovationen (FH-Sozial)

Soziale Innovationen haben das Potenzial, die Lebenssituation von Menschen zu verbessern. Werden soziale Innovationen von Anfang an mit technischen Innovationen verzahnt und aufeinander abgestimmt, können sie eine starke Wirkung für Menschen entfalten.

Das Bild zeigt eine Ärztin mit einem Tabletcomputer in einem Patientengespräch.
Bild: istock.com / Eva-Katalin

Technische und soziale Neuerungen sind Kennzeichen der modernen Lebenswirklichkeit. Nicht alle Menschen haben dabei gleich günstige Voraussetzungen, den Herausforderungen einer beschleunigten und digitalen Welt zu begegnen und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung verfolgt daher das Ziel, soziale Innovationen von Beginn an unter dem Aspekt sozioökonomischer Rahmenbedingungen in Alltag und Arbeitswelt und im Zusammenhang mit Zukunftstechnologien zu denken. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt der Maßnahmen.

Die Förderrichtlinie „Lebensqualität durch soziale Innovationen“ (FH-Sozial) vom 13. April 2017 schreibt die seit 2009 existierende Förderrichtlinie „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter“ (SILQUA-FH) fort. Im Rahmen von SILQUA-FH wurden im Zeitraum vom 2009 bis 2016 insgesamt 96 Projekte mit einem Volumen von ca. 34 Millionen Euro bewilligt.

Das Bundesforschungsministerium setzt mit FH-Sozial neue Akzente. Das Themenspektrum wird über die bisherige Zielgruppe der „Älteren“ hinaus auf sozioökonomisch benachteiligte sowie vulnerable Gruppen erweitert. Zudem ist geplant, jährlich wechselnde Themenfelder auszuschreiben. In der aktuellen Förderrichtlinie werden interdisziplinäre Forschungsprojekte in den Bereichen „Soziale Innovationen zur Gesunderhaltung“ und „Soziale Innovationen zur digitalen Inklusion“ unterstützt.

Die Förderung richtet sich an staatliche und staatlich anerkannte Fachhochschulen, deren Schwerpunkt bei den angewandten Sozialwissenschaften/der Sozialen Arbeit sowie den Gesundheits- bzw. Pflegewissenschaften liegt. Angewandte Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften sollen beteiligt werden.

Von den Fachhochschulen werden Innovationen für praxisorientierte Lösungen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen erforscht und entwickelt und in enger Kooperation mit Praxispartnern umgesetzt. Zur Sicherstellung des Transfers der Forschungsergebnisse in die Praxis ist in der Förderrichtlinie 2017 begleitend zu den FuE-Projekten ein Projekt zur Transfer- und Implementierungsforschung vorgesehen. Aufgabe der Forschungspartner ist es dabei, Möglichkeiten der Kommunikation, Kooperation und insbesondere der Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis zu untersuchen sowie die Projekte der Förderlinie FH-Sozial miteinander zu vernetzen.

Projektskizzen für die aktuell laufende Förderrichtlinie können für das Themenfeld „Soziale Innovationen zur Gesunderhaltung“ (siehe: https://www.projekt-portal-vditz.de/bekanntmachung/fh_sozial2017_1) und für das Projekt zur Transfer- und Implementierungsforschung (siehe: https://www.projekt-portal-vditz.de/bekanntmachung/fh_sozial2017_TIF) ab sofort bis zum 28. September 2017 eingereicht werden.

Die Frist für die Projektskizzen zum Themenfeld „Soziale Innovationen zur digitalen Inklusion“ (siehe: https://www.projekt-portal-vditz.de/Bekanntmachung/fh_sozial2017_2) reicht vom 15. Juni 2017 bis zum 15. November 2017 (Details siehe Text der Förderrichtlinie).