FH-Impuls

Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region (FH-Impuls)

Die Innovationspartnerschaft basiert auf der engen Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bei Forschung und Entwicklung. Fachhochschulen spielen aufgrund ihrer großen Nähe zur Berufs- und Arbeitswelt dabei eine wichtige Rolle.

Das Bild zeigt fünf Männer und Frauen, wie sie, über einem Tisch gebeugt, ein Konzept besprechen.
Bild: shironosov/iStock/thinkstock

FH-Impuls richtet sich an forschungsstarke Fachhochschulen, die einen bereits vorhandenen Forschungsschwerpunkt mit hohem Transfer- und Umsetzungspotenzial ausbauen und ihr Forschungsprofil nachhaltig schärfen wollen. Ihnen soll eine Möglichkeit gegeben werden, ihr Innovationspotenzial noch effektiver auszuschöpfen und ihre Wettbewerbsfähigkeit im Wissenschaftssystem weiter zu stärken.

Dafür sind gezielte Vernetzungen und strategische Kooperationen der Fachhochschule vor allem mit der Wirtschaft – vornehmlich mit dem unternehmerischen Mittelstand in der Region – von zentraler Bedeutung. Von der Ausbildung dauerhafter Partnerschaften und der Verstetigung von Forschungskooperationen im Rahmen eines konturierten, mit kleinen und mittleren Unternehmen gemeinsam entwickelten Innovationsprofils werden maßgebliche Impulse in Forschung, Entwicklung und Innovation für den Standort, die Region und darüber hinaus erwartet. Dadurch soll die Sichtbarkeit von Fachhochschulen in der Hochschullandschaft als wichtige Akteure im Rahmen der Hightech-Strategie des Bundes und als attraktive, leistungsstarke Partner für innovative Unternehmen erhöht werden.

Die Förderung der strategischen Forschungs- und Innovationspartnerschaften gliedert sich in zwei Phasen: Zuerst in eine vierjährige Aufbauphase sowie, wenn eine positive Zwischenbewertung und eine aussichtsreiche Verstetigungsperspektive der Partnerschaft vorliegt, in eine ebenfalls vierjährige Intensivierungsphase. Die Förderung in der Aufbau- und in der Intensivierungsphase erfolgt in Form von FuE-Projekten mit maximal vierjähriger Laufzeit. Zudem können Fördermittel für den Auf- und Ausbau einer effizienten Managementstruktur beantragt werden. Die seitens des Bundesforschungsministeriums zur Verfügung gestellte Fördersumme beträgt pro FH-Impuls-Partnerschaft in der Aufbauphase durchschnittlich fünf Millionen Euro und für die Intensivierungsphase ist eine degressive Förderung vorgesehen.

Zehn FH-Impulspartnerschaften haben mit der Forschung begonnen

Am Ende eines zweistufigen Auswahlverfahrens empfahl im Juli 2016 eine von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka einberufene unabhängige Jury zehn Konzepte zur Förderung. Nach der Entscheidung durch das BMBF haben diese zehn FH-Impulspartnerschaften inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Eine Liste mit Kurzbeschreibungen finden Sie hier.

Begleitforschung FH-Impuls

Seit April 2017 ist ein Team bestehend aus der Technopolis Group, dem Stifterverband und inspire research mit der  wissenschaftlichen Begleitung der Fördermaßnahme und der Vernetzung der FH-Impuls-Partnerschaften betraut. Ziel dieser FH-Impuls-Begleitmaßnahme ist die Bewertung der Fördermaßnahme hinsichtlich der Erreichung der förderpolitischen Ziele, der Angemessenheit der gewählten Instrumente sowie eine frühzeitige Abschätzung der erzielten Ergebnisse und Wirkungen durch die FH-Impuls-Partnerschaften. Zusätzlich dient sie der Vernetzung der FH-Impuls-Partnerschaften und dem Erfahrungsaustausch zu Best-Practice-Beispielen und „lessons learned“.

In einem Monitoring erhebt das Team Daten zu den Forschungs- und Innovationsaktivitäten insbesondere der geförderten Fachhochschulen und wertet diese wissenschaftlich aus. Zu diesem Zweck sind Vor-Ort-Besuche sowie Gespräche bei den zehn Partnerschaften geplant. Darüber hinaus werden Onlinebefragungen verschiedener Zielgruppen an geförderten und weiteren Fachhochschulen durchgeführt.

Eine Servicestelle FH-Impuls unterstützt den Informationsaustausch und die Vernetzung zwischen den FH-Impuls-Partnerschaften. Sie organisiert im Laufe der nächsten vier Jahre eine Reihe von Veranstaltungen und  führt sogenannte Transferwerkstätten mit dem Ziel eines Erfahrungsaustausches der FH-Impuls-Partnerschaften zu ausgewählten Themen durch. Darüber hinaus konzipiert die Servicestelle FH-Impuls einen Newsletter sowie weitere thematische Publikationen.

Am 4. und 5. Oktober 2017 findet in diesem Rahmen die Auftaktveranstaltung der Begleitforschung im Allianz-Forum in Berlin statt.