Energiemanagement in metropolitanen eMobility-Ladeinfrastrukturen – Entwicklung des Ladesteuer-geräts (EMEL - KMU-Projekt)

Im Projekt EMEL KMU (Energiemanagement in metropolitanen eMobility-Ladeinfrastrukturen – Entwicklung des Ladesteuergeräts) entwickelt die CP contech electronic GmbH eine Gateway-Komponente, die die Kommunikation einer Ladesäule mit einer Internet-of-Things-Plattform und einem Energiemanagementsystem ermöglicht. Das KMU-Projekt ergänzt das Vorhaben EMEL (*hier Link zur EMEL-Projektinfo*) in der Impulspartnerschaft ruhrvalley. Projektleiter ist Dr. Christian Hensen.

Herausforderung 

Elektroautos brauchen Strom: Das ist einerseits eine banale Erkenntnis, andererseits aber auch eines der größten Hemmnisse für den Ausbau der Elektromobilität. Im Schnitt schaffen moderne Elektroautos etwa 200 bis 300 Kilometer mit einer Akkuladung, dann müssen sie neue Energie tanken. Wer also regelmäßig mit dem Elektroauto auch größere Strecken zurücklegen will, ist auf flächendeckende, schnelle und einheitliche Lademöglichkeiten angewiesen. Der Ausbau hängt allerdings wiederum von einem zunehmenden Bedarf ab: Nur wenn es mehr Elektroautos gibt, wird die Ladeinfrastruktur auch wirtschaftlich. Zudem bedeutet mehr Elektromobilität zukünftig einen steigenden Stromverbrauch. Daher werden dringend Konzepte für die Nutzung erneuerbarer Energien auch in diesem Bereich benötigt, damit Elektroautos ihr Potenzial als klimafreundliche Fortbewegungsmittel entfalten können.

Ziele und Vorgehen 

Ziel des Projekts EMEL KMU ist es, eine modulare Ladesäule mit entsprechender Gateway-Funktionalität zu entwickeln. Dafür muss eine geeignete Systemarchitektur ausgearbeitet werden, die die bestehende Architektur des Gesamtsystems berücksichtigt und somit problemlos in dieses integriert werden kann. Das Projektteam entwickelt sowohl die Hardware für das Steuergerät als auch die Software, die an IoT- sowie cloudbasierte IT-Services angebunden wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei Lademanagement und Bezahlfunktionen, die über ein Backend gesteuert werden, sowie die Integration in das übergreifende Sicherheitskonzept. Das Vorhaben ergänzt das Projekt EMEL (*hier Link zur EMEL-Projektinfo*), in dem die Einbindung der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in nachhaltige Energiesysteme erarbeitet wird.

Innovationen und Perspektiven 

Bislang konnte die Entwicklung der Elektromobilität nicht mithalten mit den Wünschen der Politik und den Notwendigkeiten, die aus dem zunehmenden Klimawandel erwachsen. Der umfassende Ansatz des Projekts EMEL (*hier Link zur EMEL-Projektinfo*) sowie die ergänzende Entwicklung aus EMEL KMU sollen helfen, Innovationsbarrieren zu überwinden, da dabei substanzielle Fortschritte für ganz unterschiedliche Akteure erarbeitet werden. Die Handlungsempfehlungen können Unternehmen bei der Entwicklung neuer Lösungswege unterstützen. Insbesondere die im Netzwerk ruhrvalley eingebundenen Unternehmen werden direkte Impulse für neue Energie- und Mobilitätssysteme liefern. Die erwarteten wirtschaftlichen Effekte gehen jedoch weit über den Verbund hinaus, da ruhrvalley plant, zentrale Softwareelemente in Open-Source-Projekte einzubinden und sie somit weiträumig verfügbar zu machen.