Energiemanagement in metropolitanen eMobility-Ladeinfrastrukturen (EMEL)

Im Projekt EMEL (Energiemanagement in metropolitanen eMobility-Ladeinfrastrukturen) entwickeln die Fachhochschule Dortmund, die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen und die Hochschule Bochum gemeinsam ein Konzept für eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur im Bereich der Elektromobilität. Das Projekt ist im April 2019 gestartet und wird von Prof. Dr.-Ing. Aron Teermann von der Westfälischen Hochschule koordiniert.

Herausforderung 

Elektroautos brauchen Strom: Das ist einerseits eine banale Erkenntnis, andererseits aber auch eines der größten Hemmnisse für den Ausbau der Elektromobilität. Im Schnitt schaffen moderne Elektroautos etwa 200 bis 300 Kilometer mit einer Akkuladung, dann müssen sie neue Energie tanken. Wer also regelmäßig mit dem Elektroauto auch größere Strecken zurücklegen will, ist auf flächendeckende, schnelle und einheitliche Lademöglichkeiten angewiesen. Der Ausbau hängt allerdings wiederum von einem zunehmenden Bedarf ab: Nur wenn es mehr Elektroautos gibt, wird die Ladeinfrastruktur auch wirtschaftlich. Zudem bedeutet mehr Elektromobilität zukünftig einen steigenden Stromverbrauch. Daher werden dringend Konzepte für die Nutzung erneuerbarer Energien auch in diesem Bereich benötigt, damit Elektroautos ihr Potenzial als klimafreundliche Fortbewegungsmittel entfalten können.

Ziele und Vorgehen 

Im Projekt EMEL wollen die Projektpartner sich vor allem auf die Frage konzentrieren, wie die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in nachhaltige Energiesysteme eingebunden werden kann. Dabei werden vor allem drei Szenarien betrachtet: die Einbindung eines Ladepunktes ins Smart Home (zuhause laden), in Smart Grids (laden im öffentlichen Raum) sowie in Smart Factories (laden am Arbeitsplatz). Das Ziel von EMEL ist die Entwicklung und Demonstration von marktnahen Systemlösungen. Die notwendigen Strukturveränderungen müssen technisch und regulatorisch gestaltet werden. Dazu sollen unter anderem Geschäftsmodelle entwickelt, die Anforderungen für die Ladepunkte identifiziert und ein Energiemanagementsystem entwickelt werden. Zudem sollen geeignete IT-basierte Bezahlsysteme, eine entsprechende Sicherheitsarchitektur und die Netzauslastung berücksichtigt werden, um eine für Metropolregionen geeignete Ladestruktur etablieren zu können.

Innovationen und Perspektiven                        

Bislang konnte die Entwicklung der Elektromobilität nicht mithalten mit den Wünschen der Politik und den Notwendigkeiten, die aus dem zunehmenden Klimawandel erwachsen. Der umfassende Ansatz des Projekts EMEL soll helfen, Innovationsbarrieren zu überwinden, da in diesem Projekt substanzielle Fortschritte für ganz unterschiedliche Akteure erarbeitet werden. Die Handlungsempfehlungen können Unternehmen bei der Entwicklung neuer Lösungswege unterstützen. Insbesondere die im Netzwerk ruhrvalley eingebundenen Unternehmen werden direkte Impulse für neue Energie- und Mobilitätssysteme liefern. Die erwarteten wirtschaftlichen Effekte gehen jedoch weit über den Verbund hinaus, da ruhrvalley plant, zentrale Softwareelemente in Open-Source-Projekte einzubinden und sie somit weiträumig verfügbar zu machen.