Forschungsförderung in der Corona-Krise

Mit einem Rundschreiben vom 3. April 2020 informierte das BMBF über zeitlich befristete Anpassungen der Förder- und Auswahlbedingungen bei der Projektförderung. Hier finden Sie die FAQ zu diesen Änderungen.

Die aktuelle Lage aufgrund der Corona-Pandemie verlangt uns allen derzeit kreative Problemlösungen ab. Auch in Ihren BMBF-geförderten Projekten kommt es womöglich in den nächsten Wochen zu Verzögerungen, falls der Betrieb Ihrer Hochschule stark eingeschränkt wurde.

Das BMBF informiert mit dem Rundschreiben vom 3. April 2020 über übergreifende, zeitlich befristete Anpassungen der Förder- und Auswahlbedingungen im Wege der Projektförderung bei „Forschung an Fachhochschulen“ auf Grund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie.

Als Projektträger für das Programm „Forschung an Fachhochschulen“ werden wir versuchen, Sie in dieser Zeit möglichst flexibel zu unterstützen. Dafür stehen uns einige Instrumente zur Verfügung, die wir in Absprache mit dem BMBF verstärkt einsetzen können. Bitte beachten Sie, dass wir dennoch nicht pauschal entscheiden, sondern jeden Einzelfall prüfen werden.

Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen, die uns erreicht haben. Wir hoffen, Ihnen damit hier und da die Unsicherheit nehmen zu können. Sollten Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir sind trotz Krise arbeitsfähig und erreichbar.

Häufig gestellte Fragen zur Projektförderung in der aktuellen Situation:

Wie gehen wir mit Projektverzögerungen um, die durch den eingeschränkten Hochschulbetrieb verursacht werden?

Aus administrativer Sicht läuft Ihr Projekt zunächst ganz normal weiter. Wenn sich die Arbeiten aufgrund der aktuellen Lage verzögern, können wir dies zum Projektende hin durch Laufzeitverlängerungen abfangen. Sollten aus Ihrer Sicht über Laufzeitverlängerungen hinausgehende Maßnahmen notwendig erscheinen, sprechen Sie uns bitte an. Wir werden im Einzelfall prüfen, was möglich und nötig ist. Projekte, die planmäßig in weniger als sechs Monaten enden, benötigen gegebenenfalls jetzt schon Unterstützung. In diesen Fällen sprechen Sie uns bitte zeitnah an.

Was tun wir, wenn wir die geforderten Berichte (Zwischennachweise, Verwendungsnachweise o. Ä.) nicht rechtzeitig einreichen können?

In solchen Fällen können wir die Einreichfristen um einen angemessenen Zeitraum verlängern. Dazu senden Sie uns bitte eine E-Mail, in der Sie die Gründe für die Verzögerung darstellen und uns mitteilen, wann Sie den Bericht nachreichen können.

Bei Abrechnung auf Ausgabenbasis (AZA(P)): Was geschieht, wenn wir die Zuwendung nicht innerhalb der vorgegebenen Frist verwenden können und / oder sich wegen der Coronavirus-Krise ein positiver Kassenbestand ergibt?

Im Zuwendungsbescheid ist geregelt, innerhalb welcher Frist die Zuwendung verwendet werden muss; bei AZA(P) beträgt sie 6 Wochen nach Auszahlung (vgl. hierzu NABF 2.5.1 und 6.8). Wenn diese Frist aufgrund der Coronavirus-Krise nicht eingehalten werden konnte, müssen Sie diese Nichteinhaltung nicht vertreten, aber begründen. Wir werden in diesen Fällen davon absehen, Zinsen zu erheben.

Bei Abrechnung auf Kostenbasis (AZK): Gibt es Möglichkeiten, die Folgen der Krise für uns abzumildern?

Bei AZK dürfen die Zahlungsanforderungen nun häufiger eingereicht werden – allerdings weiterhin erst, nachdem die Kosten entstanden sind und Ihnen ein Nachweis darüber vorliegt (Rechnung, Beleg etc.).

Wir mussten eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts absagen. Wie gehen wir damit um?

Wenn Sie Ihre Veranstaltung kurzfristig absagen mussten, dann nutzen Sie bitte den Spielraum, den Ihnen die vertraglichen Regeln bieten – etwa für Verschiebungen oder Ausfallzahlungen. Sind jedoch entsprechende Zahlungen für abgesagte Veranstaltungen nicht vermeidbar, sind diese zuwendungsfähig.

Wenn für Ihre Veranstaltung noch keine vertraglichen Bindungen bestehen, dann ziehen Sie bitte auch alternative Veranstaltungsformate wie Webkonferenzen in Betracht.

Was passiert mit den Kosten für stornierte Reisen oder Veranstaltungsteilnahmen?

Sofern Ihre Reise oder Veranstaltungsteilnahme aufgrund der Coronavirus-Krise abgesagt wurde, sind die Stornokosten zuwendungsfähig.

Unser Hochschulbetrieb ist so stark reduziert, dass wir in Papierform keine rechtsgültig unterzeichneten Schriftstücke mehr übermitteln können. Wie gehen wir vor?

An allen Stellen, an denen eigentlich zwingend die Schriftform erforderlich ist, können wir derzeit die folgenden Übermittlungswege akzeptieren – unter der Bedingung, dass die Dokumente in schriftlicher Form nachgereicht werden, sobald dies wieder möglich ist:

  • Übermittlung des unterschriebenen Dokuments per Fax
  • Scan oder Foto des unterschriebenen Dokuments per E-Mail

Gescannte Unterschriften (eingefügt als Bild) können wir nur akzeptieren, wenn dies an Ihrer Hochschule bereits als rechtsgültiger Weg anerkannt wird. Hierzu ist ein Nachweis Ihrer Hochschule erforderlich.

Sollte es Ihnen derzeit überhaupt nicht möglich sein, Unterschriften einzuholen, dann sprechen Sie uns bitte an.