Alle StartUpLabs im Überblick

Die StartUpLabs stellen sich vor

Insgesamt 91 Hochschulen haben im März 2019 Gründerkonzepte im Rahmen der Fördermaßnahme StartUpLab@FH eingereicht. Ziel dieser Konzepte war es, Idee- und Kreativräume einzurichten und den Gründergeist an den Hochschulen zu fördern: Alle FH-Angehörigen sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen auf Gründungstauglichkeit zu überprüfen. Ende Juli 2019 standen die 16 erfolgreichen Gründerkonzepte fest; nach intensiver Vorbereitungs- und Planungszeit beginnen die Hochschulen ab Frühjahr 2020 mit der Umsetzung.

Bei allen Hochschulen steht in den ersten Monaten der Aufbau und die Einrichtung der Räumlichkeiten im Vordergrund. Im weiteren Verlauf kommen Lehrveranstaltungen wie Werkstattkurse oder Kreativworkshops sowie die Betreuung von Einzelpersonen oder Teams mit innovativen Ideen hinzu. Daneben führen die StartUpLabs auch begleitende Veranstaltungen zum Aufbau einer kreativen, inspirierenden Atmosphäre an der Hochschule durch - zum Beispiel Hackathons, Gründergrillen oder Gründertalks. Eher im Hintergrund laufen Arbeiten zur Verankerung des StartUpLabs in der Transferstrategie der Hochschulen, zu seiner Einbindung in das regionale Gründerökosystem sowie zur Verstetigung des Vorhabens über die Laufzeit hinaus.

Bild: © Adobe Stock / Maridav

Match Box (FH Aachen)

Start: April 2020

Die FH Aachen verfügt als einzige Hochschule der Region mit dem Fachbereich Gestaltung über Spezialisten für Themenbereiche wie Produkt- und Kommunikationsdesign. Das Ziel des StartUpLabs an der FH Aachen ist es, gründungsinteressierte Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in fachbereichsübergreifenden Projektteams zusammenzuführen, wobei jedes Projektteam durch ein Mitglied aus dem Fachbereich Gestaltung unterstützt wird. So wird sichergestellt, dass Ideen für neue Leistungsangebote bereits im Entstehungsprozess unter Beachtung von gestalterischen und auf den Kundennutzen bezogenen Aspekten entwickelt und dass sowohl funktionale, ästhetische und ökonomische als auch ökologische Sichtweisen sehr früh berücksichtigt werden. Innovative Produktideen werden dadurch von vornherein eng auf die Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse zugeschnitten.

Bild: © FH Aachen

VentureLab (TH Aschaffenburg)

Start: März 2020

Als zentrale Anlaufstelle für die kreative konzeptionelle Auseinandersetzung mit der Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle soll das VentureLab entstehen. An diesem Ort wird in regelmäßigen Formaten ein Zusammentreffen der unternehmerischen Potentiale aus der TH Aschaffenburg stattfinden. Die technische Umsetzung von Demonstratoren soll in Kooperation mit den Laboren der TH insbesondere aus den forschungsstarken Disziplinen Automotive, Energieeffizienz, Intelligente Systeme, Automatisierung und Materials und der stark wachsenden Informatik im Rahmen eines Nabe-und-Speichen-Ansatzes erfolgen.

Bild: © Technische Hochschule Aschaffenburg

StartupCampus (TH Deggendorf)

Start: April 2020

Das Profil der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) hat sich in den letzten Jahren durch die Gründung von Technologie Campus (TC) als Satelliten und Forschungszentren im angrenzenden ländlichen Raum sowie dem Ausbau der angewandten Forschung und Entwicklung weiterentwickelt. Die THD als dynamisch und unternehmerisch denkende Hochschule kooperiert eng mit regionalen Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung im Rahmen der Lehre, Weiterbildung und Forschung. Dies stellt eine optimale Grundlage dar, um im Themenschwerpunkt Start-Up das nächste Level zu erreichen und das Angebot, das bis dato vor allem Studierende adressierte, sowohl für Mitarbeiter der THD als auch für Start-Ups über die Lehre hinaus in und gemeinsam mit der Region auszubauen.

Bild: © Technische Hochschule Deggendorf

#BeLim (WH Gelsenkirchen / Bocholt /Recklinghausen)

Start: April 2020

Ziel des Gründerkonzeptes #BeyondLimits der Westfälischen Hochschule (WH) ist es, einen wissenschaftlichen Gründergeist in der Hochschule zu etablieren, die Sensitivität für Unternehmensgründungen insgesamt zu erhöhen und die tatsächliche Zahl der Unternehmensgründungen deutlich zu steigern. Das Programm KickStart@WH ist dabei der Dreh- und Angelpunkt und ermöglicht erstmals den beschleunigten Durchlauf aller Phasen bis zu Gründung in nur sechs Monaten. Da Gründungstalente hier in direkten Kontakt mit unternehmerischen Vorbildern und potentiellen Kundinnen und Kunden gebracht werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, mit einer neu entwickelten Lösung eine konkrete Nachfrage am Markt bedienen zu können und im Idealfall bereits mit dem ersten Auftrag in der Hand in die Selbstständigkeit zu starten. Kreative Macherinnen und Macher sowie zukünftige Unternehmerinnen und Unternehmer bekommen dabei eine Heimat in den StartUpLabs, die wie auch die KickStart@WH-Programmdurchläufe inhaltlich mit potenzialträchtigen Zukunftsthemen profiliert werden.

Bild: © Westfälische Hochschule

StartUpLab@FHof (HS Hof)

Start: April 2020

Die Hochschule Hof (HS Hof) hat den vergangen Jahren an vielen Stellen sehr gute Voraussetzungen in Gründungslehre, -beratung, -unterstützung und -kultur sowie ein hervorragendes Image für gründungsinteressierte Hochschulmitglieder geschaffen, die in guten Gründungserfolgen resultieren. Im aktuellen Gründungsradar 2018 belegt die HS Hof bundesweit Listenplatz 14 in der Kategorie kleine Hochschulen. Zahlreiche weitere wissenschaftliche und technologische Gründungen können hinzukommen, wenn die Innovationskultur und Gründermentalität in der kommenden Studierendengeneration durch eine gezielte, frühzeitige Gründungslehre und Ausbildung in den Methoden des Design Thinking geschaffen, Themenfelder für Kooperationen geöffnet und die Voraussetzungen für eine gründerfreundliche Testumgebung in einem FabLab oder Maker-Space geschaffen werden.

Bild: © Hermann Hohenberger, NETZWERK Digitales Gründerzentrum GmbH

StartUpLab@TH Köln (TH Köln)

Start: April 2020

Mit dem StartUpLab wird an der TH Köln ein zentraler Ort für die Gründungsaktivitäten geschaffen. Neben der Funktion als Prototypenwerkstatt (Maker Space) ist dieser ein offener, interdisziplinärer und fakultätsübergreifender physischer Treff- und Mittelpunkt der Hochschulangehörigen und Anknüpfungspunkt für externe Kontakte und Netzwerke. Er integriert räumlich den hochschulweit agierenden Gründungsservice, einen Coworking Space, einen Veranstaltungsraum sowie den Mini-Inkubator der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme. Es entsteht so ein interdisziplinäres Umfeld für Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Phasen der Gründung – von Studierenden, die studienintegriert eigene Ideen erproben, über Gründungswillige bis hin zu jungen Gründerinnen und Gründern.

Bild: © TH Köln

SPACE (HS Mannheim)

Start: April 2020

Im Rahmen des Vorhabens soll das StartUpLab SPACE als Coworking-Space für Innovation und Entrepreneurship geschaffen werden. Dieses beinhaltet Räume zum Arbeiten und Experimentieren mit offenen Innovationen und Digitalisierung. Dort werden für alle Hochschulangehörigen folgende niedrigschwellig zugänglichen Angebote stattfinden:

 

 

  1. Sensibilisierung durch regelmäßige Veranstaltungen wie z.B. Demo Days, Gründungstreffen, Pitch Events etc.
  2. Kompetenzaufbau für Studierende durch Innovations- und Entrepreneurship-Veranstaltungen, um Studierende auch curricular „ohne Zusatzaufwand“ von der erlebten Arbeitsweise zu begeistern, ihre Ideen zu realisieren und sie zu Gründern zu entwickeln
  3. Projektbegleitung durch pragmatische Gründungsberatung und Coaching

Besondere Methodenkompetenz und Prototyping-Möglichkeiten sollen für Leuchtturmprojekte im Bereich Digitalisierung geschaffen werden. Die strukturelle Verankerung der Gründungsförderung soll mit diesem Vorhaben zentral bei der Hochschulleitung erfolgen. Das Vorhaben passt damit zu dem bereits im Struktur- und Entwicklungsplan der Hochschule genannten Entwicklungsprozess. 

Bild: © Rudolf Stricker / Wikipedia

startINN (TH Wildau)

Start: April 2020

Im Rahmen der StartUpLab@FH-Förderung ist der Aufbau von zwei Laboren geplant, die den Maker Space der Technischen Hochschule Wildau sinnvoll um die Aspekte „Coworkingspace und Smart Working“ sowie spezifisch für die Entwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz“ ergänzen. Im Rahmen des Vorhabens „startINN“ soll ein Start-Up-Ökosystem bestehend aus physischen und virtuellen Räumen gepaart mit gründungsbezogenen Wissensvermittlungen und interaktivem Austausch entwickelt werden. Die Motivation zu diesem Vorhaben begründet sich einerseits aus den positiven Erfahrungen und vielfältigen Nutzungsszenarien des bereits vorhandenen Maker Space der Hochschule und andererseits aus noch ungenutztem Gründungspotential aufgrund der fehlenden spezifischen Labor- und Arbeitsrauminfrastruktur der TH Wildau, das es zu heben gilt.

Bild: © Matthias Friel